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Gruppenhaltung

 

OFFENLAUFSTALL

"Vom Standpunkt der Pferde aus gesehen sind ihre größten Feinde die Traditionalisten, die alle Antworten wissen, vernünftigen Argumenten gegenüber verschlossen sind und deren feste Überzeugungen durch nichts zu erschüttern sind. Man kann nur hoffen, dass diese Aspekte nach und nach in kompetenter Weise diskutiert werden und dass immer mehr Menschen, die mit Pferden oder anderen Tieren zu tun haben, für neue Ideen empfänglich werden."

Marthe Kiley-Worthingtonenglische Tierpsychologin

Die Pferde können sich frei bewegen, den Aufenthalt an der frischen Luft beliebig oft wählen und durch soziale Kontakte und Wahrnehmung der Umwelt vielfältige Beschäftigung finden. 

Die Artgenossen bilden in vielen Belangen gegenseitig das Umfeld, das der Mensch trotz guten Willens in vielen Fällen nicht bieten kann. Pferde im Bewegungsstall halten sich die meiste Zeit im Freien auf und legen täglich mehrere Kilometer zurück. Dadurch ist der gesamte Bewegungsapparat ständig gut gymnastiziert und in guter Kondition.

Die ständigen sozialen Kontakte und die Möglichkeit zur Erkundung des Umweltgeschehens fördern ein ausgeglichenes Wesen. So ist diese Stallform hinsichtlich der physischen und psychischen Entwicklung das vorteilhafteste Haltungssystem.

Pferde in unserem Bewegungsstall können drei verschiedene Funktionsbereiche beliebig oft aufsuchen und nützen: Ruhehalle, Fresshalle und Auslaufbereich.

RUHERÄUME

Es stehen 4 verschiedene, vollflächig eingestreute Ruheräume mit insgesamt 400 m² zur Verfügung. Die Größte (300 m²) ist mit Raumteilern strukturiert, um auch rangniederen Pferden eine stressfreie Ruhephase zu ermöglichen.

Die Hallen dienen ausschließlich als Ruheräume und enthalten keinerlei Versorgungs-einrichtungen. Das Anbieten von Futter würde zu verstärkter Aktivität der Pferde führen und somit das Ruheverhalten anderer Gruppen stören!

Die funktionsgetrennte Integrationsbox mit 40 m² ist in der Fresshalle integriert und hat einen Freß–, einen Sozial– und einen Schlafbereich. Der Schlafbereich hat eine höhere Abtrennung zur Herde, damit für den Neuzugang absolute Erholung gewährleistet ist.

Die Intergrationsbox dient zur schrittweisen Integration vom Neuzugänge. Notfalls kann diese Box geteilt werden, wenn Pferde aus gesundheitlichen Gründen separiert werden müssen. Auch dann sind beide Boxen mit beheizten Tränkebecken ausgestattet.

FRESSHALLE

270 m² stehen für die ad libitum Rauhfutteraufnahme zur Verfügung. Während der Wintersaison dreimal, und im Weidebetrieb einmal pro Tag frisch vorgelegt, wird somit auf das Futteraufnahmeverhalten des"Dauerfressers" Pferd eingegangen. Mit insgesamt vier Toröffnungen auf zwei Seiten bietet die Halle ausreichend Fluchtmöglichkeiten für rangniedere Pferde.

INTEGRATIONSBOX

Die funktionsgetrennte Integrationsbox mit 40 m² ist in der Fresshalle integriert und hat einen Freß–, einen Sozial– und einen Schlafbereich. Der Schlafbereich hat eine höhere Abtrennung zur Herde, damit für den Neuzugang absolute Erholung gewährleistet ist.

Die Intergrationsbox dient zur schrittweisen Integration vom Neuzugänge. Notfalls kann diese Box geteilt werden, wenn Pferde aus gesundheitlichen Gründen separiert werden müssen. Auch dann sind beide Boxen mit beheizten Tränkebecken ausgestattet.

AUSLAUF

Befestigte Flächen, Sand und Naturboden bilden die Oberfläche des 1.200 Quadratmeter großen Auslaufs, der ständig zur Verfügung steht. Integriert sind zwei Ruheräume mit je 36 Quadratmetern, Strohfütterung, beheizte Tränkebecken und reine rechnergesteuerte Anruffütterung für Kraftfutter.

KRAFTFUTTERSTATION MIT SELEKTIONSBEREICH

Der individuellen, bedarfsgerechten Fütterung kommt in der Offenstallhaltung eine zentrale Funktion zu.

Auch das rangschwächste Tier in einer Herde soll Kraftfutter in der vorgegebenen Menge und zu den gewünschten Zeiten ungestört und ohne Stress aufnehmen können. Dabei gilt es neben der Berücksichtigung ernährungsphysiologischer Erfordernisse auch verhaltensrelevante Aspekte zu beachten, die einerseits durch Futterneid viele Auseinandersetzungen verursacht und andererseits durch die Futteraufnahme sinnvolle Beschäftigungsphasen bietet.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir beim Neubau unseres Stallgebäudes einen Abruffutterautomaten für Kraftfutter installiert. In der Futterstation können zwei verschiedene Kraftfuttersorten verabreicht werden. Das Mengenverhältnis in der Ration, sowie die Rationsintervalle können mittels PC individuell für jedes Pferd gewählt werden. Dadurch kann die tägliche Kraftfuttergabe, in kleinen Mengen über 24 Stunden aufgeteilt, verabreicht werden.

Seit 2012 steht unseren Pferden eine neue Kraftfutterstation mit Selektionsbereich zur Verfügung. Am Ausgang der Futterstation befindet sich ein Selektionstor, das individuell über den Transponder angesteuert wird. Im Winterbetrieb werden ältere und schwerfuttrige Pferde in diesem Bereich zusätzlich mit energiereichem Grundfutter versorgt. 

 
 

GROUP KEEPING

OPEN STABLE

“From the point of view of horses, their greatest enemies are traditionalists who know all the answers, are closed to reasonable arguments and hold firm conviction that nothing can shake. We can only hope that these aspects can be discussed little by little in a competent manner and that more and more people who deal with horses or other animals become receptive to new ideas.”

Marthe Kiley-Worthington, British animal psychologist

Horses can move about freely, they often choose to stay in the fresh air and find varied activities through social contacts and exploring their environment. 

In many respects, their congeners create an environment that people often cannot offer in spite of best intentions. Horses in an open stable spend most of their time outdoors and cover several kilometres per day. This trains their entire locomotor system and keeps it in good shape.

Constant social contacts and the possibility to explore their environment keep them even-tempered. This stable form is the best keeping system for the physical and psychological development of the animals.

Horses in our open stall can seek out and use three different areas as often as they want: A resting hall, feeding hall and exercise enclosure.

RESTING HALLS

There are 4 different large resting halls filled with straw with a total of 400 m² available. The largest hall (300 m²) contains separators to also allow low-ranking animals a stress-free rest.

The halls are mainly meant as resting rooms and do not contain any care facilities. Offering food would increase the activity of horses and disturb the peace of other groups!

A separate integration stall of 40 m² is integrated in the feeding hall and has a feeding, social and sleeping area. The sleeping area has a higher separation from the herd to ensure the newcomer recuperates fully.

The integration stall is used to gradually integrate new horses. The stall can be divided in case horses must be separated for health reasons. Even in this case, both stalls are equipped with heated drinking troughs.

FEEDING HALL

A 270 m²-large hall is available for ad libitum roughage consumption. Fresh roughage is brought three times a day during the winter and once a day during the grazing season, to meet the eating habit of horses as “continuous eaters”. With a total of four doors on both sides, the hall offers enough escape routes for low-ranking horses.

INTEGRATION STALL

A separate integration stall of 40 m² is integrated in the feeding hall and has a feeding, social and sleeping area. The sleeping area has a higher separation from the herd to ensure the newcomer recuperates fully.

The integration stall is used to gradually integrate new horses. The stall can be divided in case horses must be separated for health reasons. Even in this case, both stalls are equipped with heated drinking troughs.

EXERCISE

Paved areas, sand and natural ground form the surface of the 1,200 m²-large exercise area that is always available. It contains two 36 m²-large resting areas including roughage provision, heated drinking troughs, and an entirely automated on-call provision of concentrated feed.

CONCENTRATED FEED STATION WITH SELECTION AREA

Individual needs-based feeding is very important in open stall keeping.

Even low-ranking horses in a herd must take enough concentrated feed at specific times, undisturbed and without stress. For this purpose, nutritional requirements as well as behavioural aspects must both be considered, as jealousy can cause disputes and eating offers meaningful phases of activity.

To meet these requirements, we have installed an automated on-call feeder for concentrated feed in the new extension to our stables. Two different concentrated feeds are available in the feeding station. The size of the ration as well as ration intervals can be selected individually for each horse via PC. This allows giving concentrated feed every day in small amounts over 24 hours.

Since 2012, our horses have access to a new and improved concentrated feed area.

Each horse can retrieve the concentrated feed it is attributed via a transponder several times a day in small portions at the feeding station. Concentrated feed is provided individually and made up of up to 4 different sorts.

A selection door controlled by the transponder is installed at the exit of the station. Older horses and difficult eaters in particular have access to the selection area in winter. A rack for roughage is also installed there to offer energy-rich fodder.

 
 
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Paddockhaltung

 

PADDOCKS

"Tierärzte und moderne Hippologen wissen, dass Pferde wetterfest sind und ihnen weder Kälte noch Nässe noch Schnee etwas anhaben können, wohl aber ammoniakhaltige Stallluft, Bewegungsmangel und fehlender Sozialkontakt mit anderen Pferden ihnen gesundheitlichen und psychischen Schaden zufügen.„

Zusätzlich zum Bewegungsstall betreiben wir drei Paddock-Boxen mit einem Boxenbereich von je 24 Quadratmetern und einem befestigten ständigen Auslaufbereich von 54 Quadratmetern, 60 Quadratmetern bzw. 80 Quadratmetern für je ein Pferd. Jedes Paddock ist mit einem beheizbaren Tränkebecken ausgestattet. Während der Koppelsaison haben die Pferde jeweils eigene Weiden zur Verfügung.

Für Pferde, die aus medizinischen Gründen nicht in die Herde integriert werden dürfen, deren Aufenthaltszeit weniger als fünf Monate beträgt oder für Pferde deren Integration in die Herde nicht möglich war, bietet das Paddock eine artgerechte Haltungsalternative.

 
 

PADDOCK KEEPING

PADDOCKS

“Vets and modern horse experts know that horses resist the weather and can withstand the cold, rain and snow whereas ammoniac-loaded stable air, a lack of exercise and social contact with other horses cause them physical and psychological harm.”

In addition to the open stable, we also run three paddock stalls with a stall area of 24 m² and a paved permanent exercise area of 54 m², 60 m² or 80 m² for each horse. Each paddock is equipped with heated drinking troughs. During paddock season, the horses each have access to their own pasture.

Paddocks are a species-appropriate keeping alternative for horses that must not be integrated into the herd for medical reasons, whose time of residence is shorter than five months or horses that could not integrate into the herd.

 
 
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Weiden

 

WEIDEN

"Im Gegensatz zu übrigen Nutztieren haben sich die Haltungsverfahren für Pferde kaum geändert und den gewandelten Zielsetzungen nur wenig angepasst. Während bei allen anderen Tierarten ein starker Trend zu tiergerechten und naturnahen Systemen der Laufstallhaltung besteht, dominiert bei den Pferden nach wie vor die Einzelhaltung. Dies ist umso erstaunlicher, da das Pferd den vergleichsweise höchsten Bewegungsbedarf besitzt."

30 ha Weiden und Wiesen werden als Koppeln bzw. zur Heugewinnung genützt.

Zu Beginn der Koppelsaison werden die Pferde schrittweise von der Winterfütterung auf die Sommerfütterung umgestellt. Über Stundenkoppel, Halbtages- und Tageskoppeln kann sich der Verdauungsapparat der Pferde langsam an das proteinreiche Grünfutter gewöhnen. Nach etwa drei bis vier Wochen können die Pferde auf die 24 Stunden frei zugänglichen Koppeln. 

Um die Grasnarbe nicht dauerhaft zu schädigen werden im so genannten Umtriebsverfahren immer wieder andere Koppeln beweidet. Nach jedem Umtrieb werden die Kot- und Vegetationsreste mittels Mulchgerät zerkleinert. Die Düngung erfolgt ausschliesslich mit betriebseigenem Pferdemistkompost.

 
 

PASTURE

“Unlike most farm animals, the housing methods for horses have hardly changed and were only slightly adapted to new objectives. While for all other animal species, there is a strong trend towards animal-friendly and near-natural systems such as loose housing, horses are still mostly kept in individual stalls. This is all the more surprising, as comparatively speaking, horses have the highest exercise needs.”

We use 30 ha of pastures and meadows as paddocks or to produce hay.

At the start of paddock season, horses gradually switch from winter fodder to summer fodder. The digestive system of horses slowly adapts to the protein-rich green fodder in the pasture, first hours at a time, then half days, and days. After about three to four weeks, the horses are allowed to graze freely 24 hours a day.

To avoid permanent damage to the turf, rotations are made to allow grazing in different paddocks. After each rotation, manure and vegetation remnants are shredded using a mulching machine. We only fertilise our soil using our own horse dung compost.

 
 
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Über uns

DIE GESCHICHTE DES GUTES HARTBERG:

Der Name des Hofes stammt möglicherweise aus dem Althochdeutschen, in dem "Hard" Wald bedeutet hat. 

Um 1570 erstmals genannt hatte der Hof im Laufe der Jahrhunderte viele Besitzer. Das Herrenhaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts wahrscheinlich durch die Familie Lee erbaut.

Seit 1950 ist die Familie Lauda Eigentümer des Gutes Hartberg. Mag. Max Lauda, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in Wien, betreibt die Land- und Forstwirtschaft seit 1983 in dritter Generation. Seit 1993 mit dem Gutsverwalter Ing. Ernst Grabner, dessen Vater Johann bereits zwischen 1968 und 1986 Verwalter bei Dr. Heinz Lauda war.

Die seit jeher betriebene Milchwirtschaft wurde im Jahr 1998 aufgegeben und die seit 1996 sehr erfolgreich angelaufene Pferdepension intensiviert. Mit dem inzwischen weithin bekannten und vor allem unter Fachleuten hoch angesehenen Pferdehof Gut Hartberg wurde eine Tradition fortgesetzt, welcher sich sowohl der Hof wie auch die Familien Lauda und Grabner in der Liebe zu den Pferden von jeher verpflichtet gefühlt haben. 

Damit das auch zukünftig so bleibt, übernimmt seit einigen Jahren die 4. Generation der Familie Lauda, vertreten durch Philip Lauda, immer mehr Verantwortung am Gut Hartberg.

 

ABOUT US

THE STORY OF “GUT HARTBERG” ESTATE:

The name of the farm probably comes from the Old High German word “Hard”, which meant forest. 

First mentioned around 1570, the farm has had many owners over the centuries. The manor house was probably built in the early 20th century by the Lee family.

The Lauda family has owned Hartberg property since 1950. Max Lauda, chartered accountant and financial auditor in Vienna, has run the agriculture and forestry business since 1983 as the third generation. The estate manager Ernst Grabner, whose father Johann was manager for Heinz Lauda between 1968 and 1986, is managing the estate since 1993.

The estate had always run a dairy industry, which was discontinued in 1998. In turn, the very successful horse pension started in 1996 was further developed. The now largely notorious horse farm Gut Hartberg, which is held in high esteem by experts, continues a tradition to which both the farm and the Lauda and Grabner families feel very committed through their love of horses. 

And to ensure this goes on, the 4th generation of Lauda family – represented by Philip Lauda – has been assuming more and more responsibility in past years.

 
 
 
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Kontakt

Pferdehof Gut Hartberg
Gegend Egg 20
3170 Hainfeld
Niederösterreich


Für Einstellfragen:
For questions about boarding:
Ernst Grabner +43 699 109 420 40
info@gut-hartberg.at


Stallions and geldings for breeding, vacation, convalescence and pension. Transport possibility!